Eukalyptusöl doTERRA: Anwendung bei Schnupfen, Husten und verstopfter Nase
Haare, Haut, Muskeln, Mücken — und warum nicht jede Anwendungsart gleich sicher ist.
3. August 2026

Eukalyptus ist einer der bekanntesten Düfte der doTERRA-Produktlinie: Genau an ihn denken die meisten Menschen zuerst, wenn sie vom „Spa-Duft" oder dem Winter-Diffusor sprechen. Rund um Eukalyptusöl haben sich zahlreiche Alltagsrezepte angesammelt — von Inhalationen bei Schnupfen bis zum Mückenspray —, aber längst nicht alle davon sind gleichermaßen belegt und sicher. Wir gehen Punkt für Punkt durch, was durch Dermatologinnen, Dermatologen, Trichologinnen und Kosmetikchemikerinnen bestätigt ist und was ein reiner Volksglaube bleibt.
- Welche Eukalyptusart in Eucalyptus doTERRA verwendet wird
- Der Hauptbestandteil: 1,8-Cineol (Eukalyptol)
- Vermittelt der Duft ein Gefühl freieren Atmens
- Heilt das Öl Schnupfen, Husten oder eine Infektion
- Diffusor und Dusche: richtige Anwendung
- Warum Dampfinhalationen über kochendem Wasser riskant sind
- Darf man verdünntes Öl auf Brust und Rücken auftragen
- Warum man das Öl nicht in die Nase träufeln darf
- Eukalyptus für Haare und Kopfhaut
- Eukalyptus für die Haut: was Dermatologinnen sagen
- Muskeln, Kopfschmerzen und Stress
- Eukalyptus gegen Mücken und andere Insekten
- Einschränkungen für Säuglinge und Kleinkinder
- Die Gefahr des Verschluckens von konzentriertem Öl
- Eucalyptus, Eucalyptus Touch und die Mischung doTERRA Air — der Unterschied
Welche Eukalyptusart in Eucalyptus doTERRA verwendet wird
In der Natur gibt es etwa 700 Eukalyptusarten, fast alle wachsen in Australien. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter des immergrünen Baumes gewonnen, der bis zu 15 Meter hoch werden kann.
Hier gibt es eine kleine Verwirrung, die es aufzuklären lohnt. Der doTERRA-Blog gibt an, dass für das ätherische Öl Eucalyptus die Art Eucalyptus radiata verwendet wird. Laut dem europäischen Produktinformationsblatt besteht die tatsächliche Zusammensetzung der Flasche jedoch aus einer Mischung von gleich fünf Eukalyptusarten: Eucalyptus radiata, Eucalyptus polybractea, Eucalyptus kochii, Eucalyptus loxophleba und Eucalyptus globulus. Unabhängige Quellen — Byrdie in den Materialien zu Haut und Haaren — nennen unter Berufung auf Dermatologinnen und Dermatologen Eucalyptus globulus als wichtigsten Rohstoff für Eukalyptusöl, die auf dem Markt für ätherische Öle insgesamt am weitesten verbreitete Art.[2][4] Eucalyptus doTERRA ist demnach offenbar eine Mischung mehrerer Eukalyptusarten und nicht das Öl eines einzigen Baumes — was für die industrielle Herstellung von Eukalyptusöl generell typisch ist.
Der Hauptbestandteil: 1,8-Cineol (Eukalyptol)
Die Hauptwirkstoffe von Eukalyptusöl sind 1,8-Cineol (auch Eukalyptol genannt) und Alpha-Terpineol. Daneben enthält die Zusammensetzung Flavonoide und Tannine.[2] Gerade dem Cineol werden entzündungshemmende, schmerzlindernde und antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben, und sein scharfer, leicht mentholartiger, „kühlender" Duft macht Eukalyptus so unverwechselbar — kein Wunder, dass es ein klassischer Spa- und Fitnessstudio-Duft ist.[1]
Die indigenen Ureinwohner Australiens nutzten Eukalyptusblätter lange vor der ersten Flasche ätherischen Öls als natürliches Mittel bei Wunden, Infektionen, Schmerzen und Erkältungen; in der chinesischen, ayurvedischen und griechischen Medizin wurde es traditionell zur Fiebersenkung und als schleimlösendes Mittel eingesetzt.[1][4]
Ätherische Öle, auch Eukalyptusöl, reagieren empfindlich auf Licht und Wärme — bewahren Sie die Flasche daher an einem kühlen, dunklen Ort auf.[2]
Vermittelt der Duft ein Gefühl freieren Atmens
Ja, und das ist einer der am besten dokumentierten Effekte von Eukalyptus. Aromatherapeutin Amy Galper, Mitbegründerin des New York Institute of Aromatic Studies, erklärt: Der Duft von Eukalyptus hilft, die Atemwege zu öffnen und mehr Sauerstoff in die Lunge zu lassen, was zu einem Gefühl von Frische und geistiger Klarheit beiträgt — die meisten Menschen empfinden beim Einatmen sofort eine spürbare Erleichterung, als würde das Atmen leichter fallen.[1]
Dermatologin Deanne Mraz Robinson bestätigt den Mechanismus aus medizinischer Sicht: Das Einatmen von Eukalyptusdampf wirkt auf die oberen Atemwege, hilft, Schleim zu verflüssigen und die Muskulatur zu entspannen, was die Symptome von Verstopfung, Asthma und Bronchitis lindert; es gibt zudem Studien zu seiner schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung bei präoperativer Anwendung.[3]
Heilt das Öl Schnupfen, Husten oder eine Infektion
Hier ist es wichtig, das Gefühl der Erleichterung von einer tatsächlichen Behandlung zu unterscheiden. Dermatologin Y. Claire Chang räumt offen ein: Für die meisten behaupteten Eigenschaften von Eukalyptusöl gibt es bislang zu wenige Studien am Menschen statt im Labor.[2] Keine der befragten Fachpersonen bezeichnet Eukalyptus als Mittel, das eine Erkältung, Grippe oder bakterielle Infektion heilen kann — es geht ausschließlich um eine symptomatische Erleichterung der Atmung und das allgemeine Wohlbefinden, nicht um die Behandlung der Infektion selbst.
Mehr noch: Beide von Byrdie zum Thema Hautanwendung von Eukalyptus befragten Dermatologinnen raten grundsätzlich von einer dermatologischen Verwendung dieses Öls ab[2][3] — sein Nutzen liegt den vorliegenden Daten zufolge also deutlich überzeugender im aromatischen als im heilenden oder topischen Bereich.
Diffusor und Dusche: richtige Anwendung
Laut doTERRA reichen für den Diffusor 3–5 Tropfen aus — das genügt, um eine belebende und zugleich entspannende Atmosphäre zu schaffen, besonders in den dunklen Wintermonaten. Offiziell wird auch eine Mischung für die Oberflächenreinigung vorgeschlagen: 10 Tropfen Eukalyptus mit 5 Tropfen Zitrone und 5 Tropfen Wild Orange auf eine viertel Tasse weißen Essig und knapp zwei Tassen Wasser in einer Glassprühflasche.
Ein eigenes Ritual ist die Dusche. Das Frauenmagazin Women's Health beschreibt eine einfache Methode, um vor Tagesbeginn Spannung abzubauen: eine Sprühflasche mit kühlem Wasser füllen, 5–10 Tropfen Eukalyptus hinzugeben, die Duschwände besprühen und das heiße Wasser aufdrehen — der Duft steigt zusammen mit dem Dampf auf, während das Wasser sich erwärmt, und schafft eine belebende und zugleich beruhigende Atmosphäre, bevor man unter die Dusche tritt.[1] Eine ähnliche, aber einfachere Variante schlägt auch doTERRA selbst vor: einen Tropfen Eukalyptus direkt auf den Duschboden geben, sodass das heiße Wasser den Duft nach und nach freisetzt.
Warum Dampfinhalationen über kochendem Wasser riskant sind
In populären Quellen findet sich oft folgendes Rezept: einen Tropfen Eukalyptus in eine Schüssel mit kochendem Wasser geben, sich mit einem Handtuch zudecken und 5–10 Minuten lang im Abstand einer Armlänge den Dampf einatmen.[1] Diese Methode birgt ein ernsthaftes praktisches Risiko, über das meist geschwiegen wird: Ein Gefäß mit gerade aufgekochtem Wasser und ein Handtuch über dem Gesicht sind eine klassische Ursache für Dampfverbrennungen und versehentliche Verbrühungen — besonders wenn Kinder in der Nähe sind oder das Gefäß leicht umkippen kann. Kinderärztinnen, Kinderärzte und Ersthelfer registrieren solche Verletzungen durch häusliche Dampfinhalationen regelmäßig.
Eine sicherere Alternative mit demselben aromatischen Effekt: statt kochendem Wasser einfach heißes Leitungswasser verwenden, es vor der Anwendung etwas abkühlen lassen, die Schüssel auf einer stabilen Fläche fernab der Tischkante platzieren und sich nicht zu nah über das dampfende Wasser beugen. Die Dusch-Variante (siehe oben) oder der Diffusor vermitteln ein ähnliches Gefühl freieren Atmens ohne Verbrennungsrisiko.
Darf man verdünntes Öl auf Brust und Rücken auftragen
Hier gehen die Meinungen auseinander. doTERRA erlaubt in offiziellen Materialien das Auftragen auf die Haut — etwa das Mischen weniger Tropfen Eukalyptus mit fraktioniertem Kokosöl für eine Massage bei Muskelverspannungen. Women's Health beschreibt unter Berufung auf Amy Galper ebenfalls eine Mischung mit einem Trägeröl (Kokos-, Argan- oder Jojobaöl) zum Einreiben schmerzender Muskeln bei Karpaltunnelsyndrom oder „Tennisarm" — ein bis zwei Tropfen Eukalyptus auf das Trägeröl, in kreisenden Bewegungen.[1]
Die von Byrdie befragten Dermatologinnen sind gerade im Hautkontext jedoch deutlich zurückhaltender. Dr. Robinson formuliert es so: „Ich sehe weniger Schaden und mehr Nutzen darin, Eukalyptus einzuatmen, als ihn auf die Haut aufzutragen."[3] Wer das Öl dennoch auf den Körper auftragen möchte, für den gilt bei beiden Dermatologinnen eine gemeinsame Bedingung: nur auf den Körper, nicht ins Gesicht, und nur verdünnt — etwa in Jojobaöl —, statt es direkt in die Haut einzureiben.[2][3] Machen Sie vor der ersten Anwendung unbedingt einen Test an einer kleinen Hautstelle — und zwar für beide Bestandteile der Mischung: Eine Reaktion kann nicht nur der Eukalyptus, sondern auch das Trägeröl selbst auslösen.[3]
Warum man das Öl nicht in die Nase träufeln darf
Die Nasenschleimhaut ist ein dünnes, gut durchblutetes Gewebe, und konzentriertes ätherisches Öl mit hohem Phenol- und Cineolgehalt kann dort statt Erleichterung ein starkes Brennen, eine Schwellung und eine chemische Reizung auslösen. Genau deshalb beschreiben alle offiziellen und unabhängigen Quellen nur zwei sichere Wege, den Duft zu den Atemwegen zu „transportieren" — das Einatmen von Dampf über Diffusor oder warmes Wasser sowie das leichte Einatmen von den Handflächen —, nicht aber das Einträufeln von unverdünntem Öl direkt in die Nasengänge.[1]
Eukalyptus für Haare und Kopfhaut
Das ist ein Thema, bei dem Eukalyptus tatsächlich gut dasteht. Dermatologin Hadley King bestätigt: Studien zeigen, dass Eukalyptusöl entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und helfen kann, eine gereizte Kopfhaut zu beruhigen.[4] Dank seiner ausgeprägten antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften wird das Öl traditionell gegen Schuppen, seborrhoische Dermatitis und Pilzinfektionen der Kopfhaut eingesetzt — deshalb ist es häufig in Anti-Schuppen-Shampoos und Mitteln gegen Kopfläuse enthalten.[4][5]
Es gibt auch Hinweise auf einen Sonnenschutzeffekt: Laut Kosmetikchemikerin Krupa Koestline deutet eine aktuelle Studie auf das Potenzial von Eukalyptusöl hin, durch verstärkte Kollagensynthese die UVB-bedingte Hautalterung abzumildern.[5]
Beim Haarwachstum handelt es sich dagegen um einen verbreiteten Irrtum. Dr. King betont: Es gibt keine klinischen Belege dafür, dass Eukalyptus tatsächlich das Haarwachstum fördert — dafür ist Rosmarinöl die deutlich besser belegte Wahl, das in einer Studie eine mit 2-prozentigem Minoxidil vergleichbare Wirksamkeit bei weniger Nebenwirkungen zeigte.[4]
Wichtige Anwendungsregeln: Reines, unverdünntes Eukalyptusöl sollte unter keinen Umständen auf die Kopfhaut aufgetragen werden — es wird immer mit einem Trägeröl gemischt (Traubenkern-, Marula-, Argan- oder Avocadoöl).[4] Kosmetikchemikerin Koestline warnt: In großer Menge oder unverdünnt verwendet, hat Eukalyptusöl ein hohes Potenzial, Hautsensibilisierung und ernsthafte dermatologische Reaktionen auszulösen — es ist besser, die genaue Rezeptur einer Fachperson zu überlassen, als die Zusammensetzung nach Gefühl zu mischen.[5] Trichologin Shab Caspara rät sogar davon ab, mit Hausrezepten zu experimentieren, und empfiehlt stattdessen fertige Produkte mit Eukalyptus — Shampoos, Seren, Conditioner —, weil eine Privatperson ätherisches Öl nicht so genau dosieren kann wie eine Chemikerin bei der Entwicklung einer Formel.[6] Auch das unverdünnte Öl über Nacht im Haar zu lassen, raten Fachpersonen nicht — verwenden Sie fertige Formulierungen gemäß der Packungsanleitung.
Eukalyptus für die Haut: was Dermatologinnen sagen
Bei der Gesichtshaut ist die Lage deutlich komplizierter und vorsichtiger als bei den Haaren. Dr. Y. Claire Chang und Dr. Deanne Mraz Robinson, die Byrdie genau zu diesem Thema befragt hat, raten beide von einer dermatologischen Anwendung von Eukalyptusöl ab.[2][3]
Laborhinweise auf einen potenziellen Nutzen gibt es dabei durchaus: Das im Öl enthaltene Cineol besitzt entzündungshemmende, antimikrobielle und schmerzlindernde Eigenschaften, weshalb es manchmal mit der Wundheilung in Verbindung gebracht wird,[3] Laborstudien zeigen zudem, dass das Öl die Ceramidproduktion steigern kann, was die Haut mit Feuchtigkeit versorgt, Entzündungen reduziert und dem UVB-bedingten Kollagenabbau entgegenwirkt, sowie eine antioxidative Aktivität im Reagenzglas aufweist.[2] Dr. Robinson schränkt jedoch sofort ein: Die antimikrobielle Wirkung ist keineswegs für alle Bakterienarten belegt — das ist keine pauschale Aussage.[3]
Das Kernproblem ist, dass fast alle diese Daten im Labor und nicht am Menschen gewonnen wurden. Dr. Chang sagt unverblümt: „Leider gibt es nur sehr wenige Studien am Menschen, die den Nutzen von Eukalyptus für die Haut belegen" — und fügt hinzu: „Angesichts des Mangels an Studien zur dermatologischen Anwendung kann ich dieses Öl meinen Patientinnen und Patienten für keine bestimmte Indikation empfehlen."[2] Dr. Robinson ist noch strenger: „Ich würde generell sagen: meiden Sie es. Duftstoffe sind insgesamt eine häufige Ursache für Hautreizungen, und der wissenschaftlich belegte Nutzen von Eukalyptus reicht mir nicht aus, um es zu empfehlen."[3]
Mögliche Nebenwirkungen sind Reizung, Juckreiz und Brennen an der Auftragestelle; dermatitische Reaktionen auf ätherische Öle sind generell recht verbreitet, wobei die Ursache manchmal die unverdünnte Eukalyptus-Essenz selbst ist und manchmal eine individuelle Unverträglichkeit gegenüber genau diesem Bestandteil.[3] Wichtig zu wissen: Wer schon einmal allergisch auf Teebaumöl reagiert hat, sollte auch Eukalyptus besser meiden — beide enthalten viele gemeinsame Verbindungen.[3] Die abschließende Empfehlung von Dr. Robinson lautet: „Suchen Sie nach klinisch belegten Wirkstoffen, und wenn Eukalyptus nur ein angenehmer Bonus-Duft ist, kann er dabei sein — aber ich würde mich nicht auf ihn als zentralen Wirkstoff der Pflege verlassen."[3]
Bei Pigmentflecken deuten einzelne Laborstudien darauf hin, dass Eukalyptusöl die Melaninproduktion senken und die Aktivität des für ihre Synthese verantwortlichen Enzyms Tyrosinase hemmen könnte, wissenschaftliche Daten reichen jedoch bislang nicht aus, um einen tatsächlichen Effekt auf der Haut zu garantieren.[2]
Muskeln, Kopfschmerzen und Stress
Neben der Atmung gibt es bei Eukalyptus mehrere beliebte Alltagsanwendungen, die auf seinen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften beruhen. Bei Muskelschmerzen und Verspannungen, auch im Zusammenhang mit Karpaltunnelsyndrom oder „Tennisarm", mischt man ein bis zwei Tropfen mit einem Trägeröl und reibt die schmerzende Stelle in kreisenden Bewegungen ein.[1]
Bei Kopfschmerzen wird empfohlen, ein zusammengerolltes, feuchtes Tuch mit einigen Tropfen Eukalyptus zu beträufeln und auf Stirn, Schläfen und Nacken zu legen — die Entspannung angespannter Gesichtsmuskeln kann das Unbehagen lindern.[1] Gegen Stress und „Gehirnnebel" gilt dasselbe Prinzip wie beim Atmen: 5 Tropfen im Diffusor helfen, wach zu werden und sich zu konzentrieren, und der frische, leicht mentholartige Duft vermittelt ein Gefühl des Erwachens.[1]
Eine weitere Alltagsanwendung betrifft schlechten Atem: 1–2 Tropfen in Wasser zum Gurgeln (nicht schlucken!) werden wegen der antimikrobiellen Eigenschaften des Öls genutzt — dabei wird der Eukalyptus ausgespuckt, nicht geschluckt.[1]
Eukalyptus gegen Mücken und andere Insekten
Der intensive Duft von Eukalyptus vertreibt tatsächlich Motten, Nagetiere, Kakerlaken und Mücken, was ihn zu einer beliebten natürlichen Alternative zu chemischen Repellentien macht.[1] Praktisches Rezept: etwa 20 Tropfen auf eine große Sprühflasche Wasser, an den gewünschten Stellen versprühen.[1]
Ein wichtiger Hinweis für Tierhalterinnen und Tierhalter: Laut der amerikanischen Tierschutzorganisation ASPCA ist Eukalyptusöl für Katzen und Hunde giftig — bevor Sie es in einem Haushalt mit Haustieren versprühen, sollten Sie vorsichtig sein und tierärztlichen Rat einholen.[1]
Einschränkungen für Säuglinge und Kleinkinder
Das ist eine der striktesten und eindeutigsten Einschränkungen unter allen ätherischen Ölen auf dieser Website. Kosmetikchemikerin Krupa Koestline formuliert es ohne Umschweife: Eukalyptusöl wird für Säuglinge und Kinder unter 5 Jahren nicht empfohlen — es kann einen Stimmritzenkrampf auslösen, und das Verschlucken des Öls ist giftig und kann das zentrale Nervensystem beeinträchtigen.[5]
Das steht im Einklang mit der allgemeinen doTERRA-Regel für die äußerliche Anwendung — das Öl kindersicher aufzubewahren —, doch gerade für Eukalyptus ist die Altersgrenze gesondert und strenger festgelegt als für viele andere Öle der Produktlinie: Es geht hier nicht nur um Hautreizung, sondern um das Risiko einer Atembeeinträchtigung bei einem kleinen Kind.
Die Gefahr des Verschluckens von konzentriertem Öl
Das Verschlucken von ätherischem Eukalyptusöl stellt eine reale Gefahr dar und kann laut dem National Capital Poison Center Krampfanfälle auslösen.[3] Dr. Robinson ergänzt einen weiteren praktischen Hinweis: Vor jeder innerlichen Einnahme von Eukalyptusöl sollte unbedingt eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden, da es die Geschwindigkeit verlangsamen kann, mit der die Leber bestimmte Medikamente abbaut — es geht also nicht nur um direkte Toxizität, sondern auch um eine mögliche Wechselwirkung mit Medikamenten.[3]
Keine der befragten Fachpersonen beschreibt eine eigens gekennzeichnete „Lebensmittel"-Version von Eucalyptus doTERRA zur innerlichen Einnahme — anders als bei manchen anderen Ölen der Produktlinie (etwa Lemon oder Peppermint) ist für Eukalyptus eine solche Praxis schlicht nicht vorgesehen. Das Öl ist ausschließlich für die äußerliche und aromatische Anwendung bestimmt und sollte kindersicher aufbewahrt werden.
Eucalyptus, Eucalyptus Touch und die Mischung doTERRA Air — der Unterschied
Das gewöhnliche Eucalyptus ist reines ätherisches Öl in der Standardflasche mit Pipette, das vor dem Auftragen auf die Haut immer mit einem Trägeröl verdünnt werden muss.
Eucalyptus Touch ist derselbe Extrakt, aber bereits mit fraktioniertem Kokosöl in einer Roller-Flasche vorverdünnt: ein praktisches Format für die punktuelle Anwendung am Körper, ohne die Proportionen jedes Mal selbst abmessen und mischen zu müssen.
doTERRA Air ist eine eigenständige, markeneigene Atem-Mischung und nicht Eukalyptus selbst: Eukalyptus ist darin zusammen mit mehreren anderen Ölen enthalten, die traditionell mit freierem Atmen assoziiert werden, und diese Mischung wurde von Anfang an speziell zur Unterstützung der Atemwege entwickelt — anders als Eucalyptus, ein vielseitiges Einzelöl mit einem breiteren Spektrum an Alltagsanwendungen (Reinigung, Haare, Muskeln, Repellentien).
Häufige Fragen
Am häufigsten im Diffusor und in der Dusche für das Gefühl freieren Atmens, in der Hausreinigung, für Haare und Kopfhaut sowie als Bestandteil von Einreibungen bei Muskelverspannungen.
Der Duft und das Einatmen von Dampf vermitteln subjektiv das Gefühl freieren Atmens, aber das Öl heilt weder die Erkältung noch die Infektion selbst — es ist ein unterstützendes, kein heilendes Mittel.
Besser nicht über kochendem Wasser: Es besteht ein reales Verbrennungsrisiko durch den Dampf. Sicherer sind einfach heißes (nicht kochendes) Wasser, ein Diffusor oder der Dampf in der Dusche.
Nein, die Nasenschleimhaut reagiert zu empfindlich auf konzentriertes Öl — das kann statt Erleichterung Brennen und Reizung verursachen.
Nur verdünnt in einem Trägeröl und nur am Körper, nicht im Gesicht; manche Dermatologinnen raten generell, sich aufs Einatmen zu beschränken, statt es auf die Haut aufzutragen.
Ja, es gibt Hinweise auf entzündungshemmende, antibakterielle und antimykotische Eigenschaften, die bei Schuppen und seborrhoischer Dermatitis der Kopfhaut helfen können — aber nicht zur Förderung des Haarwachstums.
Dafür gibt es keine überzeugenden klinischen Belege; für das Haarwachstum wird von Fachpersonen häufiger Rosmarinöl genannt.
Die befragten Dermatologinnen raten insgesamt von einer dermatologischen Anwendung von Eukalyptus ab — Studien am Menschen fehlen bislang, und das Reizungsrisiko ist real.
Ja, der intensive Duft vertreibt Mücken und andere Insekten, das Öl ist jedoch für Katzen und Hunde giftig — bei Haustieren im Haushalt vorsichtig versprühen.
Nein, für Säuglinge und Kinder unter 5 Jahren wird das Öl nicht empfohlen — es kann einen Stimmritzenkrampf auslösen und ist beim Verschlucken gefährlich.
Nein, das Verschlucken von konzentriertem Öl ist gefährlich und kann Krampfanfälle auslösen; eine eigens gekennzeichnete „Lebensmittel"-Version von Eucalyptus doTERRA gibt es nicht.
Es ist derselbe Extrakt, aber bereits mit fraktioniertem Kokosöl in einer praktischen Roller-Flasche verdünnt, einsatzbereit für den Körper ohne zusätzliches Verdünnen.
Eucalyptus ist ein Einzelöl mit breitem Anwendungsspektrum; doTERRA Air ist eine markeneigene Mischung aus mehreren Ölen, die von Anfang an speziell zur Unterstützung der Atmung entwickelt wurde.
Vor der Anwendung jedes ätherischen Öls in Schwangerschaft und Stillzeit sollte eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden.
- Amy Galper, Mitbegründerin des New York Institute of Aromatic Studies — zur Anwendungsgeschichte, zum Duft, zu Diffusor, Dusche, Einreibungen bei Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Stress und Insektenrepellentien.
- Dr. Y. Claire Chang, Dermatologin (Union Square Laser Dermatology, New York) — zur Eukalyptusart, zur Zusammensetzung des Öls, zu Labordaten über den Hautnutzen und zum Mangel an Studien am Menschen.
- Dr. Deanne Mraz Robinson, Dermatologin (Modern Dermatology, Westport, Connecticut) — zum Wirkmechanismus beim Einatmen, zu Hautnebenwirkungen, zur Teebaumöl-Allergie, zur Gefahr des Verschluckens und zur abschließenden Empfehlung, sich nicht auf Eukalyptus als zentralen Pflegewirkstoff zu verlassen.
- Dr. Hadley King, Dermatologin (New York) — zum Nutzen für die Kopfhaut, zur Schuppenbehandlung und zum Fehlen von Belegen für einen Einfluss auf das Haarwachstum.
- Krupa Koestline, Kosmetikchemikerin, Gründerin von KKT Consultants — zum UV-Schutz, zum Sensibilisierungsrisiko der Haut und zu den Altersbeschränkungen für Kinder.
- Shab Caspara, Trichologin und Stylistin (New York) — zur Empfehlung, fertige Produkte mit Eukalyptus statt Hausmischungen zu verwenden.
Basierend auf offiziellen doTERRA-Seiten (USA, Kanada, „Eucalyptus Oil Uses and Benefits"), dem europäischen Produktinformationsblatt sowie den unabhängigen Publikationen Women's Health und Byrdie.
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