Teebaumöl doTERRA: Anwendung, Nutzen und Sicherheitshinweise
Akne, Schuppen, Nagelpilz und Kopfhaut — was ist belegt, was ist übertrieben?
2. August 2026

Teebaumöl (Tea Tree, Melaleuca) ist ein seltener Fall eines ätherischen Öls, um das sich nicht nur Marketing, sondern auch ein beachtlicher Umfang unabhängiger klinischer Daten angesammelt hat: Es wurde tatsächlich bei Akne, Schuppen und Pilzinfektionen untersucht. Das Problem ist, dass diese Daten im Internet oft mit übertriebenen Versprechen vermischt werden. Wir gehen Punkt für Punkt durch, was hinter Tea Tree doTERRA steckt — gestützt auf offizielle Materialien des Herstellers und die Einschätzungen von Dermatologinnen und Dermatologen aus unabhängigen Publikationen.
- Was ist Tea Tree doTERRA und wie wird es gewonnen
- Wofür wird Teebaumöl verwendet
- Hilft Tea Tree gegen Akne
- Auftragen im Gesicht und punktuelle Anwendung
- Tea Tree gegen Schuppen und Juckreiz der Kopfhaut
- Fördert das Öl das Haarwachstum
- Nagelpilz, Fußpilz und Nagelpflege
- Richtig verdünnen
- Für wen Tea Tree nicht geeignet ist
- Warum es nicht eingenommen werden darf
Was ist Tea Tree doTERRA und wie wird es gewonnen
Teebaumöl wird aus den Blättern des Baumes Melaleuca alternifolia gewonnen — einer Pflanze, die in New South Wales und Queensland im Osten Australiens wächst. Die indigenen Aborigines vom Volk der Bundjalung an der Küste von New South Wales rieben die Blätter des Baumes jahrhundertelang zwischen den Händen und trugen sie direkt auf die Haut auf, um einen kühlenden Effekt zu erzielen — so entstand lange vor der ersten Flasche eine jahrhundertealte Tradition seiner Anwendung.
Das Öl selbst wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen: Dampf und Druck setzen die chemischen Bestandteile aus dem Pflanzenmaterial frei. Laut doTERRA enthält Teebaumöl über 90 verschiedene Verbindungen; das Rohmaterial für die Produktlinie bezieht das Unternehmen aus Australien und Kenia. Wie alle doTERRA-Öle wird jede Charge nach dem CPTG®-Protokoll (Certified Pure Tested Grade) geprüft — einem internen Reinheits- und Qualitätsstandard des Unternehmens, keiner staatlichen medizinischen Zertifizierung.
Die Hauptbestandteile sind Terpinen-4-ol, Gamma-Terpinen und Alpha-Terpinen. Terpinen-4-ol ist ein monoterpenoider Alkohol, dem der Großteil der antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Öls zugeschrieben wird.[6] Genau dieses Molekül destabilisiert laut Dermatologin Jordan Carqueville die Zellmembran von Bakterien, was diese abtötet.[7]
Wofür wird Teebaumöl verwendet
Teebaumöl ist eines der vielseitigsten Öle der Produktlinie: Es wird im Diffusor, bei der Hausreinigung sowie in der Haut-, Haar- und Nagelpflege verwendet. Für den Diffusor werden meist 3–4 Tropfen genommen; eine erfrischende Mischung des Herstellers besteht aus 2 Tropfen Zitrone, 2 Tropfen Eukalyptus, 1 Tropfen Teebaum und 1 Tropfen Pfefferminze für einen Standarddiffusor.
Die reinigenden und entfettenden Eigenschaften des Öls machen es zu einer praktischen Zutat für ein selbstgemachtes Oberflächenspray — ein paar Tropfen auf Wasser in der Sprühflasche, für Arbeitsplatten, Türgriffe und andere häufig berührte Stellen. Im Bad werden ein paar Tropfen mit Bittersalz gemischt, bevor sie ins warme Wasser gegeben werden — der herbe Duft steigt mit dem Dampf auf und sorgt für eine entspannende Atmosphäre.
Es harmoniert gut mit Pfefferminze, Eukalyptus und Zitrone — alle drei Öle verstärken seinen frischen, grünen, leicht medizinischen Duft.
Hilft Tea Tree gegen Akne
Das ist das am besten untersuchte Thema rund um den Teebaum — einer der wenigen Fälle, in denen hinter einem ätherischen Öl tatsächlich ein beachtlicher Umfang klinischer Daten steht und nicht nur Marketing.
Dermatologin Ava Shamban weist darauf hin: Teebaumöl enthält Verbindungen, die die Anzahl der an der Aknebildung beteiligten Bakterien auf der Hautoberfläche verringern, und hilft außerdem, die Haut zu beruhigen und Rötungen durch entzündete Aknestellen zu reduzieren.[2] Nach ihrer Beobachtung ist die Wirkung stellenweise mit Benzoylperoxid vergleichbar, jedoch mit weniger Nebenwirkungen — weniger Trockenheit, Reizung, Juckreiz und Schuppung; zudem wird Teebaumöl dank seiner ausgeprägten antimikrobiellen Eigenschaften als natürliches Antiseptikum für kleinere Schürfwunden und Schnitte geschätzt.[2]
Terpinen-4-ol besitzt antibakterielle und antimykotische Eigenschaften und hemmt Cutibacterium acnes (früher Propionibacterium acnes) — ein Bakterium, das normalerweise auf gesunder Haut vorkommt, aber auch an der Entstehung von Akne beteiligt ist.[4] Eine Studie zeigte, dass Teebaumöl das Niveau akneverursachender Bakterien auf der Haut senkt und zudem Fettigkeit und Porengröße reduziert; eine Übersichtsarbeit zu 35 Studien zu diesem Thema fand einige Belege dafür, dass die Anwendung von Teebaumöl die Gesamtzahl der Aknestellen verringert.[4] Laut Dermatologin Deanne Robinson zeigen Studien zudem, dass Teebaumöl die Aktivität von Leukozyten anregt — weißen Blutkörperchen, die eine Schlüsselrolle bei der Wundheilung spielen.[5]
Der Wirkmechanismus ist dabei breit gefächert: Terpinen-4-ol zeigt antimikrobielle Aktivität sogar gegen Staphylococcus aureus, von C. acnes ganz zu schweigen.[7] Gleichzeitig verringert das Öl die Entzündungskaskade, die für Rötung und Schwellung bei Akne verantwortlich ist,[7] — deshalb wirkt es sowohl gegen komedonale Unreinheiten (Mitesser, Whiteheads) als auch gegen entzündliche (große, rote, schmerzhafte Pickel), wobei die Wirkung der antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften bei Letzteren etwas deutlicher ausfällt.[7]
Aufschlussreich ist auch der direkte Vergleich mit Benzoylperoxid — einem klassischen rezeptfreien Aknemittel. In einer älteren Studie aus dem Jahr 1990 (Medical Journal of Australia) wurde ein 5-prozentiges Teebaumölgel mit 5-prozentigem Benzoylperoxid verglichen: Beide Mittel behandelten komedonale und entzündliche Akne wirksam. Teebaumöl wirkte langsamer, verursachte aber seltener Trockenheit, Reizung und Schuppung — weil es die Haut, anders als die austrocknenden Wirkstoffe Benzoylperoxid und Retinoide, selbst mit Feuchtigkeit versorgt.[8] In einer neueren Studie stellten Teilnehmende, die zwölf Wochen lang zweimal täglich Produkte mit Teebaumöl verwendeten, eine deutliche Verbesserung leichter bis mittelschwerer Akne fest.[4]
Eine wichtige Einschränkung: In all diesen Studien geht es um fertige 5-prozentige Gele und Formulierungen bestimmter Konzentration, nicht um pures, unverdünnt aufgetragenes ätherisches Öl. Das Ergebnis lässt sich nicht eins zu eins auf unverdünntes Öl aus der Flasche übertragen.
Tea Tree im Gesicht auftragen und punktuelle Anwendung
Pures ätherisches Teebaumöl sollte nicht großflächig im Gesicht verteilt werden. Laut Dermatologin Naissan Wesley ist das Öl in seiner konzentriertesten Form so stark, dass es die Haut reizen kann — deshalb wird es fast immer mit Wasser oder einem Trägeröl wie Kokos-, Traubenkern- oder Jojobaöl verdünnt.[1]
Dermatologinnen und Dermatologen empfehlen für die punktuelle Anwendung folgende Reihenfolge:
- Hauttest. Tragen Sie das verdünnte Öl auf eine kleine Stelle auf — etwa in der Ellenbeuge oder am Unterarm — und beobachten Sie die Reaktion, bevor Sie es im Gesicht anwenden.[5]
- Gesicht reinigen. Beginnen Sie mit sauberer Haut: mildes Reinigungsprodukt, danach trocken tupfen.
- Verdünnen. Für die punktuelle Anwendung befeuchten Sie ein Wattepad mit Wasser, geben Sie einen Tropfen Teebaumöl hinzu und tupfen Sie vorsichtig auf die betroffene Stelle. Für die Anwendung im ganzen Gesicht ist es sicherer, ein paar Tropfen in eine Feuchtigkeitscreme mit Hyaluronsäure zu geben, als das Öl mit gewöhnlichen Trägerölen zu mischen — manche davon (Oliven-, Kokos-, Mandelöl) können nach Beobachtung von Dermatologen bei manchen Menschen Akne verschlimmern.[5]
- Feuchtigkeit spenden. Lassen Sie das Öl einziehen und tragen Sie anschließend Ihre gewohnte Feuchtigkeitscreme auf.
- Regelmäßigkeit. Wiederholen Sie dies zweimal täglich — morgens und abends — über 6–12 Wochen, um das Ergebnis zu beurteilen.[6]
Eine eigene Kategorie sind Menschen mit empfindlicher Haut und Ekzemen. Dermatologin Aegean Chan warnt ausdrücklich: Bei Ekzem-Patientinnen und -Patienten ist die Hautbarriere ohnehin gestört, sodass Teebaumöl das Risiko von Reizungen und einer echten allergischen Ekzemreaktion erhöht — das Auftragen auf bereits entzündete Ausschläge verschlimmert den Zustand in der Regel nur. Statt Öl empfiehlt sie okklusive, vaselinebasierte Mittel und verschreibungspflichtige entzündungshemmende Präparate.[3] Deanne Robinson bestätigt: Bei empfindlicher oder zu Ekzemen neigender Haut sollte man auf Teebaumöl besser ganz verzichten — es kann Reizungen oder ein echtes allergisches Ekzem auslösen.[5]
Eine weitere Nuance ist die Kombination mit anderen aktiven Wirkstoffen. Dr. Wesley weist darauf hin, dass für Teebaumöl keine bekannten Arzneimittelwechselwirkungen vorliegen, Menschen mit empfindlicher Haut aber vorsichtig sein sollten, wenn sie es mit anderen reizenden Mitteln wie Benzoylperoxid oder Retinol kombinieren.[1] Dr. Chan rät sogar davon ab, das pure Öl zu verwenden, und empfiehlt stattdessen fertige, speziell für die Hautanwendung entwickelte Produkte mit Teebaumöl — so ist das Risiko von Reizungen und allergischer Kontaktdermatitis geringer.[3]
Tea Tree gegen Schuppen und Juckreiz der Kopfhaut
Teebaumöl besitzt antimykotische Eigenschaften und kann daher theoretisch bei Schuppen und seborrhoischer Dermatitis helfen — Zuständen, die häufig mit einer übermäßigen Vermehrung von Hefepilzen auf der Kopfhaut zusammenhängen.[9] Seborrhoische Dermatitis ähnelt äußerlich gewöhnlichen Schuppen, kann sich aber über die Kopfhaut hinaus ausbreiten — auf die Nasenflügel, Ohren und Augenbrauen.
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2022 weist darauf hin, dass ätherische Öle wie Teebaumöl als alternative Therapie bei Schuppen in Betracht gezogen werden können — gleichrangig mit gängigen rezeptfreien Mitteln auf Basis von Clotrimazol, Ketoconazol und Zinkpyrithion. Eine separate kleine Studie mit 26 Teilnehmenden zeigte, dass ein 5-prozentiges Shampoo mit Teebaumöl bei der Behandlung von Schuppen wirksam war und gut vertragen wurde — für eine Bestätigung der Wirkung sind jedoch größere und methodisch bessere klinische Studien nötig.[9]
Eine wichtige Nuance von Dermatologe Brendan Camp: Teebaumöl selbst reduziert nicht die Talgproduktion — es schwächt vermutlich den Einfluss von Bakterien, Hefepilzen und Entzündungen auf der Kopfhaut ab, was sekundär das Gefühl fettigen Haars verringern kann.[9] Ähnlich wird auch der mögliche Nutzen bei Psoriasis, Rosacea, Ekzemen und trockener Haut erklärt: Terpinen-4-ol unterdrückt proinflammatorische Zytokine — Proteine, die dem Körper signalisieren, gegen eine Bedrohung „anzukämpfen", und Rötung und Juckreiz auslösen.[9] Überzeugende Belege dafür, dass Teebaumöl diese Zustände zuverlässig behandelt, gibt es jedoch nicht ausreichend, und es sollte bewährte Optionen — reichhaltige Feuchtigkeitscremes oder verschreibungspflichtige topische Steroide — nicht ersetzen.[9]
Fördert Teebaumöl das Haarwachstum
Hier lohnt es sich, die Erwartungen gleich zu senken. Laut Dermatologin Toyin Falola behaupten manche Quellen, Teebaum stimuliere Wachstum und Kräftigung der Haare, aber überzeugende wissenschaftliche Belege für genau diesen Zusammenhang gibt es nicht.[10]
Es gibt jedoch indirekte Hinweise. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 zu natürlichen Mitteln gegen androgenetische Alopezie (Haarausfall vom männlichen und weiblichen Typ) umfasste eine Studie mit 32 Männern: Bei denen, die eine Lösung mit Minoxidil und Teebaumöl auf die Kopfhaut auftrugen, war das Haarwachstum deutlicher als in den Gruppen, die nur Minoxidil oder ein Placebo verwendeten.[10] Beachten Sie: Der Effekt zeigte sich bei der Kombination von Teebaumöl mit Minoxidil — einem nachweislich wirksamen Mittel gegen Haarausfall — und nicht bei Teebaumöl allein.
Ein weiterer potenzieller, aber ebenfalls klinisch nicht belegter Mechanismus sind die antioxidativen Eigenschaften. Oxidativer Stress steht mit vorzeitigem Haarausfall in Verbindung und schädigt die Haarfollikel; die Antioxidantien in Teebaumöl könnten theoretisch die Wirkung freier Radikale auf die Follikel abmildern.[9] Aber auch hier handelt es sich um eine Annahme, nicht um einen belegten klinischen Effekt.
Die abschließende Einschätzung der Dermatologinnen und Dermatologen ist eindeutig: Der Goldstandard zur Behandlung von Haarausfall bleibt Minoxidil, dessen Fähigkeit, das Wachstum anzuregen und die Ausdünnung der Haare zu verlangsamen, klinisch belegt ist.[10] Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass Teebaumöl, weil es manchmal in Nahrungsergänzungsmitteln und Haarwuchsprodukten enthalten ist, klinisch nachgewiesenermaßen für diesen Zweck wirksam sei.[10] Eine gesunde, von überschüssigem Talg und Entzündungen befreite Kopfhaut schafft tatsächlich günstigere Bedingungen für die Haare — das ist aber nicht dasselbe wie „Haarausfall heilen".
Nagelpilz, Fußpilz und Nagelpflege
Dermatologinnen und Dermatologen weisen darauf hin, dass Teebaumöl eine gewisse Wirksamkeit gegen Nagelpilz, Fußpilz und Schuppen zeigt — alle drei Zustände hängen mit Pilzen oder Hefepilzen zusammen.[3] Das bestätigen auch Labordaten: Das Öl wirkt nicht nur gegen Bakterien, sondern verringert auch die Aktivität von Pilzen und Viren auf der Hautoberfläche, was es zu einem potenziellen Helfer gegen Fußpilz (Pilzinfektion) und Lippenherpes (Virusinfektion) macht.[7]
Wichtig ist dabei, die Erwartungen speziell bei Nagelpilz realistisch einzuschätzen. Der Nagel wächst langsam, und der Wirkstoff dringt nur schwer in seine Tiefe ein — deshalb bringt das Auftragen des Öls auf einen bereits deutlich geschädigten oder verdickten Nagel selbst bei labormäßig belegter antimykotischer Aktivität selten ein schnelles und vollständiges Ergebnis. Eine Verfärbung, Verdickung oder Schichtung des Nagels bedeutet nicht immer Pilzbefall — ähnliche Veränderungen kommen auch bei Nagelpsoriasis, Verletzungen oder anderen Zuständen vor, weshalb es in unklaren Fällen sinnvoller ist, den Nagel dermatologisch abklären zu lassen, statt aufs Geratewohl zu behandeln.
Abseits von Pilzinfektionen gehört auch die gewöhnliche Pflege dazu: doTERRA empfiehlt, verdünntes Teebaumöl nach dem Duschen auf Nagelhaut und Nägel aufzutragen, um ein gepflegtes Erscheinungsbild zu erhalten — das ist eher kosmetische Pflege als Infektionsbehandlung.
Teebaumöl richtig verdünnen
Grundregel: Unverdünntes ätherisches Teebaumöl sollte gar nicht erst auf die Haut aufgetragen werden — selbst Befürworter seiner kosmetischen Anwendung sind sich einig, dass das Öl für die äußerliche Anwendung immer mit Wasser oder einem Trägeröl verdünnt wird, etwa Kokos-, Traubenkern- oder Jojobaöl.[1] Je höher die Konzentration des unverdünnten Öls in der Mischung, desto höher das Reizungsrisiko für die Haut — deshalb ist es für Kopfhaut und Gesicht sinnvoller, mit einer schwächeren Verdünnung zu beginnen und die Verträglichkeit schrittweise zu prüfen.[9]
Praktischer Anhaltspunkt: für die punktuelle Anwendung im Gesicht — 1 Tropfen auf ein feuchtes Wattepad oder in eine Portion Feuchtigkeitscreme; für Kopfhaut und Haare — einige Tropfen in eine Portion Shampoo unmittelbar vor dem Waschen, nicht im Voraus in die ganze Flasche, damit die Konzentration vorhersehbar und gleichmäßig bleibt. Für ein Bad werden ein paar Tropfen vorher mit Bittersalz gemischt und dann ins eingelassene warme Wasser gegeben.
Prüfen Sie außerdem die Zusammensetzung: Teebaumöl gibt es in verschiedenen Formen, und für die Anwendung auf der Haut braucht man die ätherische („essential"), nicht die duftende („fragrance") Version — Duftöle reizen die Haut in der Regel stärker.[9]
Für wen Tea Tree nicht geeignet ist
- Ekzeme und gestörte Hautbarriere. Bei aktivem Ekzem erhöht Teebaumöl das Risiko von Reizungen und einer echten allergischen Reaktion — verwenden Sie es nicht, besonders nicht auf entzündeten Stellen.
- Empfindliche Haut. Machen Sie vor der ersten Anwendung immer einen Test an einer kleinen Stelle und warten Sie ausreichend lange, um die Reaktion zu beurteilen.
- Kombination mit aktiven Wirkstoffen. Bei gleichzeitiger Verwendung von Benzoylperoxid, Retinol oder anderen peelenden Inhaltsstoffen ist Vorsicht geboten — erhöhen Sie die Anwendungshäufigkeit nicht ohne Notwendigkeit.
- Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder. Konsultieren Sie vor der Anwendung eine Ärztin oder einen Arzt.
- Augen, Innenohr, Schleimhäute. Vermeiden Sie den Kontakt des Öls mit diesen Bereichen.
- Haustiere. Die Sicherheit der Anwendung bei Tieren ist nicht belegt.
Warum Tea Tree nicht eingenommen werden darf
Anders als bei manchen anderen Ölen der doTERRA-Produktlinie (etwa Lemon oder Peppermint), die in einer eigens gekennzeichneten Version für die innerliche Anwendung erhältlich sind, sieht der Hersteller für Tea Tree doTERRA diese Möglichkeit nicht vor — es ist ausschließlich für die äußerliche und aromatische Anwendung bestimmt. Wie die meisten ätherischen Öle darf auch Teebaumöl ausschließlich äußerlich verwendet und niemals geschluckt werden.[1] Das Verschlucken ätherischer Öle ist generell mit dem Risiko ernsthafter toxischer Reaktionen verbunden — bewahren Sie die Flasche daher kindersicher auf und betrachten Sie sie unter keinen Umständen als Mittel zur innerlichen Einnahme.
Häufige Fragen
Am häufigsten für die punktuelle Pflege unreiner Haut, für Kopfhaut und Haare, für die Nagelpflege, in der Hausreinigung und im Diffusor.
Ja, es gibt einen beachtlichen Umfang klinischer Daten zum Nutzen bei leichter bis mittelschwerer Akne, besonders in fertigen Formulierungen bestimmter Konzentration — es ersetzt aber keine vollständige Behandlung ausgeprägter Akne.
Ja, punktuell und verdünnt: Befeuchten Sie ein Wattepad mit Wasser, geben Sie einen Tropfen Öl hinzu und tragen Sie es vorsichtig auf die Stelle auf.
Ja, immer. Unverdünntes Öl kann auf der Haut erhebliche Reizungen, Trockenheit und Schuppung verursachen.
Ja, für ein sichtbares Ergebnis empfehlen Dermatologinnen und Dermatologen die Anwendung zweimal täglich über 6–12 Wochen.
Es wirkt auch gegen entzündliche Stellen, aber bei ausgeprägten tiefliegenden Pickeln (zystischer Akne) reichen Hausmittel meist nicht aus — hier ist eine dermatologische Beratung nötig.
Für diesen Effekt gibt es keine direkten Belege: Das Öl wirkt gegen Entzündung und Bakterien, nicht gegen postinflammatorische Pigmentierung.
Ja, manche fertigen Produkte kombinieren beide Wirkstoffe, aber bei der Verwendung von purem Öl zusammen mit anderen aktiven Mitteln sollte man vorsichtig sein, um die Haut nicht zu überlasten.
Es kann dank antimykotischer Eigenschaften helfen, überzeugende groß angelegte Studien fehlen jedoch bislang; bei ausgeprägter seborrhoischer Dermatitis ist meist ein medizinisches Shampoo nötig.
Ein paar Tropfen direkt in die Portion Shampoo vor dem Waschen — geben Sie nicht vorab viele Tropfen in die ganze Flasche.
Für eine eigenständige Wirkung gibt es keine überzeugenden Belege; in Kombination mit Minoxidil war das Ergebnis in einer Studie besser als bei Minoxidil allein — das ist aber nicht dasselbe wie eine Wirkung von Teebaumöl für sich genommen.
Es gibt Daten zur antimykotischen Aktivität, die Ergebnisse beim Menschen sind aber uneinheitlich, und der Nagel wächst langsam — ein schnelles Ergebnis sollte man nicht erwarten.
Selbst mit bewährten Antimykotika dauert die Behandlung meist Monate; bei Verdacht auf Nagelpilz ist es besser, eine dermatologische Praxis aufzusuchen.
Nein, auf aufgekratzte, nässende oder offene Haut sollte konzentriertes Öl nicht aufgetragen werden.
Nein, in keiner Form — es ist ausschließlich für die äußerliche und aromatische Anwendung bestimmt.
Konsultieren Sie vor der Anwendung bei Kindern eine kinderärztliche Fachperson.
Vor jeder Anwendung ätherischer Öle in Schwangerschaft und Stillzeit sollte man eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren.
Es ist derselbe Extrakt, aber bereits mit fraktioniertem Kokosöl in einer Roller-Flasche verdünnt — einsatzbereit für die Haut ohne weitere Verdünnung, praktisch für empfindliche Haut und unterwegs.
- Dr. Naissan Wesley, Dermatologin (Los Angeles) — zur Herkunft und Gewinnungsmethode des Öls, zur Notwendigkeit der Verdünnung und zum Fehlen bekannter Arzneimittelwechselwirkungen.
- Dr. Ava Shamban, Dermatologin (Beverly Hills) — zu den antibakteriellen Eigenschaften gegen akneverursachende Bakterien, zum Vergleich mit Benzoylperoxid und zur Empfehlung eines Teebaumöl-Shampoos bei Schuppen.
- Dr. Aegean Chan, Dermatologin und Dermatopathologin (Santa Barbara) — zur Wirksamkeit gegen Nagelpilz, Fußpilz und Schuppen; Warnung vor Ekzemen und Empfehlung fertiger Produkte statt purem Öl.
- Dr. Marisa Garshick, Dermatologin (New York) — zum Wirkmechanismus von Terpinen-4-ol gegen C. acnes und zu Studiendaten zur Reduktion von Aknestellen.
- Dr. Deanne Robinson, Dermatologin (Connecticut) — zur Aktivität von Leukozyten bei der Wundheilung, zur schrittweisen Anwendungsmethode und zur Warnung für empfindliche und zu Ekzemen neigende Haut.
- Dr. Y. Claire Chang, Dermatologin (New York) — zur Zusammensetzung des Öls (rund 100 Bestandteile), zur Nicht-Komedogenität und zur Dauer der Anwendung (6–12 Wochen).
- Dr. Jordan Carqueville, Dermatologin (Chicago) — zum Mechanismus der Zerstörung der bakteriellen Zellmembran und zu den Daten der Studie von 1990 zum Vergleich mit Benzoylperoxid.
- Dr. Rachel Nazarian, Dermatologin (New York) — zur Wirksamkeit gegen komedonale und entzündliche Akne sowie zu Empfehlungen zur unterstützenden Anwendung.
- Dr. Brendan Camp, Dermatologe (New York) — zum antimykotischen Mechanismus bei Schuppen, zum Einfluss auf die Talgproduktion und zu den Verdünnungsregeln.
- Dr. Toyin Falola, Dermatologin (Telemedizin-Dienst Ro) — zum Fehlen von Belegen für eine direkte Förderung des Haarwachstums und zur Empfehlung von Minoxidil als Hauptmittel.
Basierend auf offiziellen doTERRA-Seiten („Tea Tree Oil Uses and Benefits", „Refresh Your Routine with a Drop of Tea Tree Essential Oil") sowie den unabhängigen Publikationen Allure, Women's Health und Byrdie.
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